Die Pflanzung des Kirschlorbeers

Der schnellwüchsige Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus, auch als Lorbeerkirsche bekannt) mit seinen etwa 20 in Deutschland anzutreffenden Sorten eignet sich zur Pflanzung als Solitär oder in Gruppen in größeren Gärten und Parks, als Heckenpflanze für mittelhohe Hecken zum Sichtschutz auch im Winter und wegen seiner Selbstaussaat als Unterpflanzung unter höherem Baumbestand. Er ist zwar nicht sehr frostempfindlich, aber bei Temperaturen unter -20° C nicht völllig winterhart, weshalb er vorzugsweise an etwas geschützten Orten angepflanzt werden sollte.

Die verschiedenen Sorten des Kirschlorbeers gibt es sowohl als Containerpflanze oder als wurzelnackte Exemplare. Während Containerpflanzen einen voll ausgebildeten Wurzelballen haben und deshalb jederzeit während der Vegetationsperiode ausgepflanzt werden können, sind wurzelnackte Lorbeerkirschen am besten im Frühjahr zu pflanzen. Die beste Pflanzzeit ist April oder Mai. Doch auch Containerpflanzen sollten nicht zu spät gepflanzt werden, damit sie vor dem Beginn des Winters noch richtig einwurzeln können, was die Frostanfälligkeit erheblich mindert.

Der Kirschlorbeer liebt einen humusreichen Boden mit hohem Nährstoffgehalt, auf den er wegen seiner Schnellwüchsigkeit angewiesen ist, wenn er sich zu einem schönen Exemplar entwickeln soll. Das Pflanzsubstrat sollte deshalb aus einem guten Anteil Kompost bestehen, dem etwas Gartenerde und gerne auch Mist beigefügt werden kann. Dazu eignet sich am besten abgelagerter Kuhdung oder Pferdedung. Für eine Vorratsdüngung sorgt die Anreicherung mit Hornspänen, Urgesteinsmehl und Blaukorn.

Am Tag vor der Pflanzung ist der Wurzelballen gut zu wässern, am besten indem er komplett in einen Eimer Wasser gestellt wird. Zur Pflanzung selbst wird eine Pflanzgrube ausgehoben, die dem doppelten Durchmesser und der doppelten Tiefe des Wurzelballens entspricht. Diese wird zunächst bis gut zur Hälfte mit dem Substrat gefüllt, auf welches dann der Wurzelballen gesetzt wird. Nach dem Ausrichten des Strauches kann die Pflanzgrube mit dem restlichen Substrat aufgefüllt und dieses festgetreten werden. Ausgiebiges Wässern bis zum Einwurzeln des Kirschlorbeers ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Anwachsen.