Die Pflege des Kirschlorbeers

Der aus Kleinasien stammende Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist seit mehreren Jahrhunderten auch in Deutschland heimisch und wird als äußerst dekorativer Strauch zur Anpflanzung von Hecken oder als Solitär in Gärten und Parks sehr geschätzt. Da er in seiner ursprünglichen Heimat auch auf mageren Böden in Höhen von bis zu über 2000 m wächst, ist er ziemlich anspruchslos und benötigt wenig Pflege. Die Düngung erfolgt am besten durch Mulchen des Bodens.

Die hauptsächliche Arbeit bei der Pflege von Kirschlorbeer besteht im kräftigen Zurückschneiden des Strauches und der Vermeidung allzu großer Trockenheit. Wegen seiner hohen Wuchsfreudigkeit ist die Lorbeerkirsche zeitig im Frühjahr zu schneiden, noch bevor die ersten neuen Triebe sichtbar werden. Das Schneiden sollten von Hand mit einer Gartenschere vorgenommen werden, da bei Verwendung einer elektrischen Heckenschere viele der großen Blätter Schaden nehmen und der Lorbeerkirsche somit ein unschönes Ansehen geben. Einzelne Sträucher sollten ebenfalls bereits im zeitigen Frühjahr ausgelichtet werden, um ein Verwachsen des Strauches zu vermeiden. Der regelmäßige Rasenschnitt unter und neben dem Kirschlorbeer verhindert, dass sich dieser durch Selbstaussaat unkontrolliert vermehrt.

Die Lorbeerkirsche mag zwar keine Staunässe, sie leidet aber bei längerer Trockenheit sehr und wird dann für verschiedene Pilzkrankheiten recht anfällig. Sobald die oberste Bodenschicht unter dem Strauch trocken ist, muss also gegossen werden. Sollte dennoch einmal Pilzbefall festgestellt werden, so kann dieser Strauch radikal zurückgeschnitten werden, selbst ein Zurücksetzen auf den Stock, also das Abschneiden des ganzen Strauches knapp über dem Boden, verträgt die Lorbeerkirsche meist recht gut und treibt wieder neu und gesund aus.

Prunus laurocerasus ist zwar gegen Fröste nicht sehr empfindlich, aber nicht völlig winterhart. Sie sollte daher an eher vor Wind geschützten Orten gepflanzt werden. Andernfalls sind Frostschäden bei Temperaturen von unter -20° C zu erwarten, wenn nicht für einen gewissen Frostschutz gesorgt wird, was wegen der Größe des Strauches problematisch ist.